Rowan&Ash

Einen Fantasy-Roman findet man heutzutage wie Sand am Meer. Doch einen Fantsy-Roman mit einer schwulen Hauptperson eher selten. Aus diesem Grund ist der Roman „Rowan&Ash – Ein Labyrinth aus Schatten und Magie“ von Christan Handel sehr empfehlenswert. Die 1. Auflage mit Hardcover ist auch gar nicht so alt, sie erschien 2020 mit 409 Seiten.

Es geht um den 17-jährigen Adligen Rowan O´Brien, der mit der Kronenprinzessin von Irann verlobt ist. Iriann ist ein Land, heimgesucht vom Fluch der schwarzen Königin, die im Schattenlabyrinth schläft und jederzeit aufwachen könnte. Umso wichtiger ist es, einen König und eine Königin zu haben, welche das Land sicher führen. Die Rolle als König soll Rowan durch die Heirat übernehmen, doch er weiß, dass er dies nie mit gutem Gewissen und mit ganzen Herzen tun kann. Denn Rowan hat sein Herz schon vor einiger Zeit an Ash, den Prinzen von Gwilen, verloren. Doch Rowan dachte, er würde ihn nach ihrem gemeinsamen Sommer nicht wiedersehen. Und als Ash dann unerwartet im Vorfeld der Hochzeit wieder auftaucht, muss sich der zurückhaltende Rowan zwischen Pflicht und Gefühlen entscheiden und zu einem Held werden.

Ich muss zugeben, es gehört jetzt zu meinen Lieblingsbüchern. Alles in allem ist es super süß. Ich habe „Rowan & Ash“ einmal in einem Buchladen gesehen aber konnte es leider nicht mitnehmen und habe es dann vergessen. Ein halbes Jahr später ist es mir wieder eingefallen und ich habe es nur so verschlungen. Es ist wirklich fesselnd gewesen, allerdings nicht hauptsächlich aus dem Grund, ob sie jetzt das Land retten oder nicht. Vielmehr war es die Frage, wie es jetzt mit ihren Gefühlen und ihrer Beziehung zueinander weitergeht. Also klar, irgendwann war es spannend, was mit dem Land passiert und ob sie die Bedrohung abwenden können. Aber am Anfang war vor allem die Beziehung zwischen Rowan und Ash interessant, weil der Klappentext fast ausschließlich davon handelt. Trotzdem kommt man irgendwann auf seine Kosten.

Das Buch ist allgemein sehr schön geschrieben. Die Charaktere sind toll, wobei ich finde, dass Rowan so ein bisschen das Klischee von einem typisch Schwulen erfüllt, was keineswegs schlimm ist. Das Buch zeigt meiner Meinung nach auch sehr schön die Probleme, die das „Anderssein“ mit sich bringt. Was ich etwas schade finde ist das Ende, weil es für mich zu abrupt gewesen ist. Es war einfach plötzlich so vorbei und für mich fehlt da einfach noch etwas. Trotzdem gab es sehr schöne und süße Stellen in dem Buch. Auch der Fakt, dass es ein Fantasy-Buch mit schwulen Hauptpersonen ist und dass es aus der Sicht einerm männlichen Figur geschrieben wurde (was bei solchen Fantasy-Romanzen nicht so oft der Fall ist) macht das Buch richtig toll und lesenswert in meinen Augen. Ich hoffe auf einen zweiten Teil.

Beitragsbild: F.W.

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