Zwei Kakaobäumchen für zwei Partnerschulen: Kaleidoskop in Jena und Luis Alberto in San Marcos, Nicaragua

Im Botanischen Garten Jena haben Schülerinnen und Schüler der Kaleidoskop Schule gestern ein Kakaobäumchen besucht. Dieses ist inzwischen ungefähr 70 cm hoch und steht m Tropenhaus neben dem großen Kakaobaum. Jetzt empfängt es zum Jubiläum „10 Jahre Partnerschulen Kaleidoskop und  Luis Alberto“ Besucherinnen und Besucher. Beide Bäumchen in Jena und in Nicaragua sind zeitgleich gepflanzt worden.

Das Bäumchen kann als Zeichen für Verletzlichkeit und auch als Zeichen der Verbundenheit verstanden werden. Ein Kakaobaum braucht sehr konstante klimatische Bedingungen, um gedeihen zu können. An Trockenzeiten kann er sich besser anpassen als an zu viel Regen, der die Früchte verfaulen lässt. Der Klimawandel lässt diesbezüglich fürchten.

Das „Getränk der Götter“, mit dem aztekischen Namen „Xocoatl“, wurde ursprünglich aus gerösteten und zerstoßenen Kakaobohnen mit Wasser, Pfeffer und Chili hergestellt und war nur für die Superreichen zugänglich.

Die Kakaobohne war auch Zahlungsmittel. 50 Bohnen kostete eine Sklavin. Das erzählt Teresa Popp aus Nicaragua, die im Eine-Welt-Haus in Jena arbeitet und dort Patenschaften zwischen Jenaer Schulen und Schulen in Nicaragua organisiert und diese Woche als Gast auch in der Nicaragua-Gruppe ist. Sie organisiert auch Austauschreisen für Schülergruppen nach Nicaragua. (Unter dem Stichwort Nicaragua gibt es in dieser Zeitung einen spannenden Reisebericht von 2023.)

Schokolade selber machen, war auch ein Teil des Projektes der Schülerinnengruppe. Sie hat gut geschmeckt und wurde gleich eifrig verspeist. Damit am Tag der Abschlusspräsentationen auch etwas davon angeboten werden kann, wird sie vorher nochmal neu hergestellt.

Die Projektgruppe „Nicaragua“ führt die Arbeit des Nica-Teams, einer AG an der Schule, fort und hat sich u.a. mit dem Kakaoanbau in Nicaragua befasst. Zum Beispiel steigen die Erträge für die einheimischen Genossenschaften um ca. das Vierfache durch Fair Trade-Anbau.

Ziel am Nachmittag der Projektpräsentationen ist es, Geld zu sammeln, um die Partnerschule beim Bau eines neuen Schuldachs über dem Schulhof zu unterstützen.

Auch andere Projektgruppen werden zu diesem Zweck den Erlös aus dem Verkauf ihrer Produkte wie Bonbons u.ä. spenden. Es wird auch eine Kuchentheke und eine Tombola geben, für die Spielzeug gespendet wurde.

Danke an alle Beteiligten für ihr Engagement und viel Erfolg!

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